Ergebnis der Landtagswahl 2017 für Wetter (Ruhr)

Landtagswahlen NRW 2017 in Wetter (Ruhr)

Die SPD Wetter kann im interkommunalen Vergleich ihren Spitzenplatz halten. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen hat Wetter das zweitbeste Ergebnis im EN-Kreis für die SPD geholt. Der Abstand zum besten Ergebnis nach Zweitstimmen (Gevelsberg) Beträgt weniger als zwei Prozentpunkte. Im Landtags-Wahlkreis Ennepe-Ruhr I ist Wetter mit deutlichem Abstand die stärkste SPD-Stadt. Gerade bei den Zweitstimmen ist das CDU-Ergebnis deutlich unterdurchschnittlich.

Im Vergleich der Stimmbezirke (nur ohne Briefwahl möglich), sind folgende Befunde zu machen:

  • 200: recht niedrige Wahlbeteiligung, sehr gutes SPD-Ergebnis
  • 300: niedrigste Wahlbeteiligung Wetters, durchschnittliches SPD-Ergebnis, AfD doppelt so stark wie im Durchschnitt! Auch die Linke kann hier punkten.
  • 600: Schwächstes SPD-Ergebnis in Wetter bei sonst unauffälligen Werten.
  • 800: CDU stark, Wahlbeteiligung erhöht.
  • 900: CDU schwach, Wahlbeteiligung niedrig, Linke können Punkten.
  • 1000: Hohe Wahlbeteiligung mit starkem CDU-Ergebnis.
  • 1100: Sehr niedrige Wahlbeteiligung, SPD sehr gutes Ergebnis.
  • 1301: Analog zu 1000 sehr hohe Wahlbeteiligung und gutes CDU-Ergebnis.
  • 1302 und 1400: Erhöhte Wahlbeteiligung, gutes CDU-Ergebnis, SPD schwach.
  • 1600: Gutes SPD-Ergebnis, CDU und FDP schwach.
Wahlberechtigte
21175
Wähler
14399
Wahlbeteiligung
68

Analysen

Diatopischer Vergleich

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN (SPD)

Basierend auf der Abweichung der Zweitstimmen relativ zum Durchschnitt der Stadt können vier Arten von Stimmbezirken identifiziert werden:

SPD-Stammwähler (WK 100, 200, 1100, 1500, 1600)

Hier erzielt die SPD maßgeblich aufgrund der sozio-ökonomischen Struktur zuverlässig gute Ergebnisse.

CDU-Stammwähler (800, 1200, 1300, 1400)

Hier erzielt die SPD aufgrund der sozio-ökonomischen Struktur meist schlechtere Ergebnisse als im Rest der Stadt, die bürgerlichen Parteien können hier profitieren.

Wechselwähler (WK 400, 500, 600, 700, 900, 1000)

Hier kann anhand der sozio-ökonomischen Einwohner-Struktur keine deutliche Präferenz in die eine oder andere politische Richtung ausgemacht werden. Eine starke themenabhängige Wahlentscheidung ist hier zu vermuten.

Protestwähler (WK 300)

Die sehr niedrige Wahlbeteiligung gepaart mit dem extrem überdurchschnittlichen AfD-Ergebnis sowie der bekannt prekären sozio-ökonomischen Struktur erfordern in Zukunft besondere Aufmerksamkeit.